Oberflächenbeschaffenheiten und Veredelungen, wie sie häufig in unserer Werkstatt erzeugt werden.

Bilder Beschaffenheit Veredelung Vorteile Nachteile






geschliffen Der Werkstoff wird mit Schleifpapier abgeschliffen. Anhand der Korngröße kann die Feinheit bestimmt werden.

Feingeschliffen ist ca. Korn 320 bis 400 (das Schliffbild ist erst bei näherer Betrachtung sichtbar).

Grobgeschliffen ist ca. Korn 220 (das Schliffbild ist gut sichtbar).
Das Obeflächenbild ist relativ leicht auch nach vielen Jahren wieder schön herzustellen.

Das Schliffbild paßt meist recht gut zu den Haushaltsgeräten, die im Handel erhältlich sind.
keine


poliert Der Werkstoff wird mit zunehmend feinerem Schleifpapier vorgeschliffen und anschließend mit Polierscheibe und Polierpasta glänzend glatt verarbeitet. Das Oberflächenbild vermittelt noble Eleganz. Der Wert des Objektes wird meist deutlich erhöht. Anfällig auf Beschädigungen. Verletzungen der Oberfläche sind meist deutlich und störend sichtbar.
lackiert grundiert Jede Farbe ist möglich. Die Widerstandsfähigkeit gegen Verkratzen oder Beschmutzen ist eher gering.
Späteres Beheben von Lackschäden ist oft aufwändig.
Decklack
Zaponlack
2 Komponenten Decklack
hitzebeständig lackiert
  pulverbeschichtet

Das Pulverbeschichten oder die Pulverlackierung ist ein Beschichtungsverfahren, bei dem ein elektrisch leitfähiger Werkstoff mit Pulverlack beschichtet wird. Eine typische Beschichtungsanlage besteht aus Oberflächenvorbehandlung (Reinigung und / oder Aufbringen einer Konversionsschicht), Zwischentrocknung, elektrostatischer Beschichtungszone und Trockner. Die Werkstücke werden dabei durch ein Fördersystem transportiert.

Typische Untergründe für die Pulverlackierung sind Stahl, verzinkter Stahl und Aluminium. Das Hauptanwendungsgebiet ist die allgemeine Metallbeschichtung.

Stabile, langlebige Oberfläche.
Jede Farbe ist möglich.
Lackschäden sind meist nicht mehr unsichtbar auszubessern, ohne den Artikel komplett neu pulverbeschichten zu lassen.
feuerverzinkt Stahlteile werden nach einer Säurevorbehandlung in flüssiges Zink getaucht. Für größere Konstruktionsteile eine relativ günstige und langlebige Oberflächenveredelung.
Ausbesserungen sind durch Spritzverzinken relativ leicht möglich.
Der Rostschutz ist nicht 100-prozentig. Nach einigen Jahren kann Rost an kritischen Stellen durchkommen.

Verzinken wird eher als billigere Oberfläche wahrgenommen.




brüniert

Brünieren dient dem Bilden einer schwachen Schutzschicht auf eisenhaltigen Oberflächen, um Korrosion zu vermindern. Durch Eintauchen der Werkstücke in saure bzw. alkalische Lösungen (z. B. Natronlauge) oder Salzschmelzen bilden sich Mischoxidschichten (Konversionsschicht) aus FeO und Fe2O3 von tiefschwarzer Farbe. Dies ist allerdings nur feiner Edelrost. Die Brünierung ist keine Beschichtung. Der Stahl erhält durch den chemischen Prozess eine schwarze Oberfläche.

Neben dem Schutz dient die Brünierung oft auch zur optischen Aufwertung von Gegenständen, beispielsweise um ein „antikes“ Aussehen zu erzeugen, wie bei Möbelbeschlägen und Schrauben aus Messing. Dort kann das Brünieren mit Essigessenz (Essigsäure) erfolgen.

Viele Verfahren zum Brünieren von Eisen sind kompliziert, giftig oder feuergefährlich. Eine vor allem in der Vergangenheit verwendete Methode, die wesentlich einfacher realisierbar ist, ist das Abbrennen von Leinöl auf der Eisenoberfläche. Dazu wird das Metall zwischen glühenden Kohlen erhitzt und dann mit Leinöl abgeschreckt. Alternativ kann auch das Öl zuerst aufgetragen und der Gegenstand dann erhitzt werden. Gewöhnlich sind mehrere Durchgänge erforderlich, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Durch die geringe Schichtdicke von circa 1 µm, die verfärbt ist, bleiben die brünierten Werkstücke weitestgehend maßhaltig. Wegen der Porosität der Brünierschicht besitzen sie einen nur geringen Korrosionsschutz, der sich aber durch Beölen oder Befetten deutlich verbessern lässt. Diese Schichten sind weitgehend biege- und abriebfest sowie bis circa 300 °C temperaturbeständig. Das Einsatzgebiet liegt im Maschinen- und Werkzeugbau. Weiterhin dient die Brünierung als Haftgrund für weitere Oberflächenbehandlungen wie das Lackieren. Eine spezielle Anwendung ist das Brünieren von Handfeuerwaffen. Brünieren ist kein wirklicher Rostschutz. Durch laufendes Einölen kann aber Rost recht gut verhindert werden.






patiniert
(brüniert)
Patinieren ist eine Form des Brünierens. In unserer Branche wird üblicherweise die Bezeichnung "brünieren" verwendet, um den Vorgang des Erzeugens einer Kupferpatina zu erzeugen.
Dabei wird das Werkstück zuerst mit schwefeliger Säure gereinigt, danach mehrfach durch ein schwelleberhaltiges Bad geführt und danach mit Wasser gereinigt.
Mit Stahlwolle kann abschließend noch der Helligkeitsgrad bestimmt werden, indem solange die Oberfläche "geputzt" wird, bis der gewünschte Effekt erzielt ist.
Diese Oberfläche könnte dann auch noch farblos lackiert werden.
Durch patinieren kann antikes, edles, warmes Aussehen erzeugt werden, welche angenehm und lebensfreundlich empfunden wird. Die Farbe der Patina wird mit zunehmender Zeit immer dunkler (wenn sie nicht mit Klarlack geschützt wurde).

Die gewünschte Helligkeit muß
im Laufe der Zeit erneuert werden.